Selten war es hierzulande so günstig wie heute, ein Baudarlehen zu nutzen. Die monatliche Abzahlungsrate kostet nur rund halb so viel wie etwa vor 15 Jahren.

Damit Häuslebauer auch wirklich optimal vom Niedrigzins profitieren können, müssen einige wichtige Dinge bei der Baufinanzierung beachtet werden. Dazu gehört, dass nur derjenige, der richtig tilgt und den Zins über eine entsprechend lange Zeit festschreiben lässt, optimal vom günstigen Zinsumfeld profitieren kann.

Grundsätzlich gilt, dass Zinseinsparungen einer höheren Tilgung dienen sollten. Standardtilgungen von einem Prozent gelten in der derzeitigen Situation als out.

Daher wird allgemein angeraten, beispielsweise bei einem Annuitätendarlehen eine Mindesttilgung von zwei Prozent mit dem Geldgeber zu vereinbaren. Schließlich steht die Höhe der Tilgungsrate in direktem Zusammenhang mit der gesamten Kreditlaufzeit und wer höher tilgen kann, ist somit auch schneller schuldenfrei und trägt durch diese Strategie dazu bei, das Darlehen zu verbilligen.

Hochzinsphasen sollten den Kunden dazu veranlassen, sich für eine kurze Zinsfestschreibung zu entscheiden, während sich aktuell lange Zinsbindungsfristen bezahlt machen. Daher gilt, dass derjenige, der sich für 15 oder 20 Jahre entschieden hat, sich langfristig “billiges” Geld sichern kann.

Ein weiteres wichtiges Kriterium der Baufinanzierung ist ein eingehender Vergleich zwischen den Anbietern. Auch wenn das Zinsniveau günstig ist, ergeben sich dennoch Konditionsunterschiede, die kein Kunde aus den Augen verlieren sollte.

Aber nicht nur Neukunden können vom Niedrigzins profitieren. Auch Eigenheimbesitzer, deren Zinsbindung bald ausläuft, sollten reagieren. Unter günstigen Umständen kann die monatliche Rate  enorm gesenkt werden und ermöglicht die Chance, die Einsparungen in eine höhere Tilgungsrate zu investieren.